| Was ist Interreg III? Interreg III ist die Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung für den Zeitraum 2000-2006. Mit dem Ziel der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion in der Europäischen Union entstanden, fördert die Initiative die grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit und eine ausgeglichene Entwicklung des Gemeinschaftsraums. Die entsprechenden Massnahmen betreffen die Grenzräume zwischen den Mitgliedsstaaten, der Europäischen Union und Drittstaaten: Gebiete, die entsprechend der Verwaltungsebene III der räumlichen statistischen Einheiten definiert werden. Die Verantwortung für das Projekt liegt bei den nationalen und regionalen oder lokalen Behörden der Mitgliedsstaaten, auf Ebene der Europäischen Kommission liegt die Zuständigkeit bei der Generaldirektion Regionalpolitik, die Finanzierung erfolgt über EFRE, einen der Strukturfonds. Interreg III hat drei Orientierungen: Ausrichtung A betrifft die grenzüberschreitende Kooperation bzw. die Förderung einer integrierten regionalen Entwicklung zwischen Grenzregionen; Ausrichtung B ist der transnationalen Zusammenarbeit gewidmet und trägt damit zu einer gleichmässigen räumlichen Integration in der Europäischen Union bei; Ausrichtung C zielt auf die Stärkung internationaler Zusammenarbeit und die Verbesserung von Politik und Instrumenten interregionaler Wirtschaftsentwicklung. Für den Zeitraum 2000-2006 betragen die gesamten zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel 4.875 Mio. Euro. Für die Ausrichtung A stehen zwischen 50% und 80% davon zur Verfügung, für die Ausrichtung B zwischen 14% und 44% und für die Ausrichtung C ein festgeschriebener Anteil von 6%. Die Aufteilung zwischen den verschiedenen Bereichen hängt von den Entscheidungen der Mitgliedsstaaten ab. Interreg III A – Valchiavenna, regioViamala, Bergell und Moesano, haben eine ganze Reihe von Aktivitäten gestartet, die die Verbindungen über die Grenzen hinweg verfestigen sollen. Das grenzüberschreitende italienisch-schweizerische Gebiet ist Teil des Berggebiets im zentralen Bereich des Alpenbogens, der ein grosses Ökosystem und ein der wichtiges touristisches Zentrum Europas darstellt. 81% der Bevölkerung im Projektraum lebt in Italien: in der autonomen Region Aostatal, in den Provinzen Vercelli, Biella und Novara in der Region Piemont, in den Provinzen Varese, Como, Lecco und Sondrio in der Lombardei und in der gesamten autonomen Provinz Bozen. Auf schweizerischem Territorium richtet sich das Programm an 18% der Bevölkerung, die in drei Kantonen leben: Wallis, Tessin und Graubünden. Die wichtigsten Bereiche der italienisch-schweizerischen grenzüberschreitenden Aktivitäten sind: der Tourismus als zentraler Bestandteil der Wirtschaft in diesem Raum, die relativ positive Beschäftigungssituation, die niedrige Arbeitslosigkeit und der naturräumliche Reichtum des Raums. Nichtsdestotrotz gibt es auch negative Entwicklungen: die hohen Verkehrsströme im Alpenraum, der niedrige Ausbildungsgrad der Bevölkerung in einigen italienischen Berggebieten und die relative wirtschaftliche Schwäche. |
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