Kirche San Gaudenzio

Die Ruine von San Gaudenzio befindet sich an einem bedeutenden Punkt entlang der Strasse, die vom Bergell Richtung Malojapass führt. Der architektonische Bestand, die Qualität der einzelnen Bestandteile und die archäologischen Fundstätten stellen die Ruine in den Rang eines Baus hoher kantonaler und nationaler Bedeutung. Die Kirche wurde erstmals im Jahr 831 im kaiserlichen Register als „Titulus S. Gaudentii“ erwähnt und unterstand anfangs dem Kloster Pfäfers, bevor sie 1460 in das Eigentum der Talschaft geriet und bis heute blieb. Die Legende von San Gaudenzio erzählt, wie dieser (wahrscheinlich ein örtlicher Märtyrer - San Gaudenzio von Casaccia oder aus dem Bergell -, dessen Geschichte erstmals im Brevarium Curiense von 1520 niedergeschrieben wurde) sich nach seiner Enthauptung mit dem Kopf in den Händen unter eine Kiefer setzte, bevor er starb. Einige Christen sorgten für eine würdige Bestattung und über seinem Grab wurde eine Kapelle errichtet, die bereits zu Zeiten Karls des Grossen eine vielbesuchte Pilgerstätte wurde. Bis auf den Eingriff von „Giovanni Giacometti“ im Jahr 1925 ist die Kirche San Gaudenzio sich selbst überlassen worden und verfällt zusehends. Restaurierungs- und Erhaltungsarbeiten sind daher dringend. Zu diesem Zweck hat sich die Stiftung für die Restaurierung der Kirche von San Gaudenzio gegründet. Informationen: Fondazione per il resta-uro della chiesa di San Gaudenzio 7602 Casaccia.

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