Interreg, Eintrittstor zu den europäischen

Als man im Mai 1997 in Splügen den Grundstein für die verschiedensten Formen der Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Regionen Moesano, Viamala, Bergell und Valchiavenna legte, sagte der Begriff „Interreg“ denjenigen, die sich nicht direkt damit beschäftigten, in der Regel nicht viel. Nach nunmehr 9 Jahren können wir feststellen, dass die Organisatoren des Treffens damals eine glückliche Hand hatten. Mit Sicherheit hatte jeder von uns in diesen Jahren mehr als einmal Gelegenheit, die Angebote von Interreg kennen zu lernen oder die Auswirkungen der zahlreichen Initiativen zu würdigen, die nach und nach entstanden sind. Die Zeitschrift „Alpi Interreg ìnformazìon“ hat diese Entwicklung stets begleitet. Als dessen neuer verantwortlicher Herausgeber möchte ich meinen Freund Marco Sartori grüssen, der das Heft entwickelt und bis heute betreut hat und mich bei ihm bedanken. Alpi Interreg wird, in neuem Erscheinungsbild, auch weiterhin an alle Haushalte dies - und jenseits der Grenze verteilt werden und uns mit „ìnformazìon“ über die neuen Interregprogramme versorgen.
Von den Verantwortlichen in unseren vier Regionen wird wieder eine breite Palette von Projekten durchgeführt: von Kastanienkultur bis zu grenzüberschreitendem Marketing, von Grotti oder Crotti bis zu kulturellen Initiativen und zur Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben. Zwei unserer Regionen, das Bergell und das Valchiavenna, werden derzeit von einer Frau geführt und dieser frische weibliche Wind wird sicherlich neue Energie für eine noch intensivere Zusammenarbeit und für einen noch offeneren Dialog über die Herausforderungen in unseren Tälern bringen. Der Splügenpass liegt im Zentrum der Alpen und unsere vier Regionen entwickeln sich heute wie auch in der Vergangenheit rund um denselben, mit gemeinsamen Problemen, gemeinsamen Interessen, gemeinsamen Empfindungen. Nicht zuletzt haben wir auch ähnliche Potenziale, vor allem was Umwelt, Landschaft, Traditionen und Kultur betrifft. Werden wir diese Gemeinsamkeiten zusammenführen können, um die Entwicklung unserer Regionen weiter voran zu treiben und damit letztlich die Chancen Europas zu nutzen und dessen Herausforderungen zu bestehen?

VIZEPRÄSIDENT C.M. VALCHIAVENNA Aldo De Pedrin