Informazioni Territorio Progetti Persone e Enti Links
COMUNICATI STAMPA
RASSEGNA STAMPA
MANIFESTAZIONI
giornale online
newsletter
forum
 

Schüleraustausch über die Landesgrenzen hinaus

In der ersten Oktoberwoche hatten wir, die 2. und 3. Oberstufenklassen aus dem Rheinwald und di Scuola Media Garibaldi aus Chiavenna, Gelegenheit, an einer spannenden Interreg-Projektwoche teilzunehmen. Interreg fördert und finanziert grenzübergreifende Projekte, um über die Landesgrenzen hinweg eine ausgewogene Entwicklung der Regionen zu erreichen. Interreg ist eine Initiative der Europäischen Union, bei der sich auch die Schweiz aktiv beteiligt. Dank dieser Unterstützung konnte die regioViamala zusammen mit ihrem Partner südlich der Grenze, der Comunità Montana della Valchiavenna diese Austauschwoche für die Schüler organisieren. Am Montag reisten die Schüler aus Chiavenna über den Splügenpass in die Schweiz. Sie verbrachten drei Tage zusammen mit uns Rheinwaldnern und wohnten auch bei uns zu Hause. In der zweiten Wochenhälfte waren wir in Chiavenna zu Gast und erhielten Einblick in den italienischen Alltag auf der anderen Seite der Grenze.

Montag: Am Montag um halb zehn Uhr erwarteten wir unsere Gäste von Chiavenna. Pünktlich kamen sie nach einer langen Reise in Splügen an. Schon nach kurzer Zeit waren wir uns vertraut. Auf dem Weg nach Sufers zum Festungsmuseum mussten wir uns mit Händen un Füssen verständigen. Hoch begeistert von der Ausstellung trafen wir nach der Führung wieder. Müde gingen wir wieder nach Sufers zurück. Jeder von uns sollte einen Gast nach Hause führen. Er durften bei uns übernachten und sich verpflegen. Die Gäste aus Italien waren fasziniert von unseren grossen Häusern. Und somit war dieser schöne, aber strenge Tag schon zu Ende.

Dienstag: Am kalten und verregneten Dienstagmorgen, als wir Schweizer in der Schule sassen, besuchten die Italiener einige Gewerbebetriebe in Splügen. Auch wir konnten uns vor dem schlechten Wetter nicht drücken. Die Lehrer hatten für den Nachmittag eine Dorf-OL geplant. Im Regen liefen wir durchs Dorf immer auf der Suche nach einem neuen abgebildeten Objekt. Auf diese Art und Weise lernten die Italiener Splügen kennen. Die plötzliche Idee, eine Party zu veranstalten die in unserem neuen Jugendraum stattfinden sollte, erfreute uns alle. Wir amüsierten uns mit den Italienern prächtig, bis der Tag zu Ende ging.

Mittwoch: kurz nach zehn Uhr morgens ratterten wir mit dem italienischen Postauto nach Chiavenna. Das Mittagessen durften wir in der Schulkantine einnehmen. Ganz ungewohnt war für uns dieMenüzusammenstellung: Pasta und Kartoffeln mit Fleisch und Fisch. Anschliessend wanderten wir zum berühmten „Palazzo Vertemate Franchi“, der im Nachbardorf Piuro steht. Piuro wurde 1816 von einem Erdrutsch verschüttet. Der Palazzo ist das einzige verschont gebliebene Gebäude. Es ist ein wunderschönes Renaissance-Meisterwerk und liegt in einer zauberhaften Umgebung. Ursprünglich wurde dieser Palazzo von der Familie Vertemati als Ferienresidenz gebaut. Nach der Besichtigung ging es wieder zurück in die Schule. Anschliessend packten wir unser Gepäck und machten uns auf den Weg zu unseren Gastfamilien.

-> Archivio/Archiv

-> Novità/Neues



Donnerstag: Als wir uns am Donnerstagmorgen alle wieder trafen, erzählten wir einander, was wir mit unseren Gastfamilien erlebt hatten. Alle waren von diesem Projekt begeistert. Die italienischen Lehrerinnen führten uns durch Chiavenna .Dabei besuchten wir die „Mulino di botonera“. Das waren Getreidemühlen. Nach dieser Besichtigung spazierten wir zum Christhistorischen Museum. Dort führte uns der Besitzer durch die Ausstellung. Nach den Langen Besichtigungen wurden wir in der Schulkantine von angehenden Kellnern sehr professionell bedient. Nach dem Mittagessen gingen wir zum Höhepunkt der Tages, nämlich zur grossen St.-Lorenz-Kapelle. Von dort aus stiegen wir die fast unendlichen Treppen zum Schloss hinauf. Beim ersten Hügel machten wir eine kleine Pause und genossen die wunderschöne Aussicht auf die Stadt. Nach dieser kleinen Pause wanderten wir zum zweiten Hügel und schauten uns die Burgruinen an. Blitzschnell verging die Zeit, und wir Jugendliche beschlossen, eine Abschiedparty zu machen. Wir versammelten uns in der Pizzeria und hatten einen schönen letzten Abend.

Freitag: Am Freitagmorgen trafen wir uns wie gewohnt in der Schule und tauschten unsere Erlebnisse aus. Dann ging auch schon die Wanderung zum „Marmitte dei Giganti“ los. Dieser Park besteht aus mehreren Eiszeiterscheinungen: geschliffene Felsblöcke, Gruben, Gletschermühlen, aber vor allem Felsgruben, die vom Schmelzwasser der Gletscher geschliffen wurden. Dann besuchten wir einen Handwerker, der uns zeigte, wie man aus Flachs Leinen machen kann. Zudem bearbeitet er eine Art Speckstein und fertigt damit Becher, Pfannen und Ähnliches an. Wir machten uns auf den Rückweg und assen in der Schulkantine. Wir hatten noch eine Stunde Zeit, um uns mit unseren itlienischen Freunden über die Woche zu unterhalten.

Der Abschied kam immer näher. Als unter Postauto am Bahnhof ankam, flossen auch schon die Tränen. Keiner wollte wieder zurück nach Splügen. Diese Erfahrung wird uns in berster Erinnerung bleiben.

Dei Schüler und Schülerinnen der 2/3 Oberstufe Rheinwald