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Bregaglia Eine lebendige gegend - landschaft, kultur und technologie “Ich weiss nicht, ob dies nur mein Eindruck ist, doch schien mir in den letzten Jahren, das Bergell sei eine Talschaft in Bewegung – im Sinne einer Region, die vom Willen angetrieben ist, vorwärts zu schauen...” Mit diesen Worten der Einführung präsentierte Romano Venziani, Journalist beim Schweizer Fernsehen, eine Reportage mit einigen interessanten Fakten aus dem Bergell. Diese wenigen Worte weisen offensichtlich auf den Geist hin, den neuen Geist, der in diesen Jahren das Tal charakterisiert; ein Tal, welches auf seinem Gebiet zahlreiche “Schätze” besitzt, seien sie nun naturwissenschaftlicher, geschichtlicher, kultureller, wirtschaftlicher oder sozialer Art. Schätze, Werte, Reichtümer, welche nicht nur viele Besucher anziehen, sondern die sich in Elemente verwandeln, welche die Identität der Region prägen und verstärken. Wie viele andere Talschaften ist auch das Bergell ein Randgebiet der Alpen, und wie viele andere Täler bietet es seinen Besuchern bezaubernde Landschaften in einer beinahe unberührten Natur, mit den Dörfern, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Es zeigt den tiefen Respekt der einheimischen Bevölkerung gegenüber ihrem Gebiet, das sie als Erbe der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Generationen betrachten. Man könnte beinahe bestätigen, dass wir uns hier in einer Gegend befinden, wo die Natur, die Geschichte und die Kultur miteinander im Dialog stehen und geradezu zu einer Einheit verschmelzen. In dieser Einheit widerspiegeln die imposanten Granitfelsen der Bondasca das kleine, pittoreske Dorf Soglio, welches mit seinen Strässchen und seinen Bauten Botschaften eines früheren Lebens übermittelt, eines intensiven und harten Lebens, aber auch eines Lebens reich an Bedeutung. Die enorme Landschaft der Kastanienselven des Sottoporta kontrastiert mit der raueren und kälteren Gegend um Maloja, ein Dorf, welches wohl geografisch zum Oberengadin zählt, politisch und kulturell dagegen immer mit dem Bergeller Talgrund verbunden war und ist. Die historischen Dorfkerne, noch stets intakt und von nationalem Wert, sind auch heute noch Orte, wo Menschen leben und arbeiten; moderne Menschen, die sich dem Wandel der Zeit anpassen, die Gebrauch machen von den Hilfsmitteln, welche die neuen Technologien anbieten, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen und ihre eigenen Projekte zu verwirklichen. Das ganze Tal, obwohl von jeher durch zahllose Grenzen politischer, geografischer oder kultureller Art abgeschlossen, sucht und findet Lösungen zur Öffnung, kommuniziert mit der Aussenwelt, in einem Blickfeld der gesunden Auseinandersetzung mit anderen Realitäten. Was soll man sagen über die berühmten “Botschafter” dieses kleinen Gebiets, welche dessen Namen in ganz Europa, ja in der ganzen Welt verbreitet haben? Botschafter, die Giacometti, Segantini, Varlin, Scartazzini heissen, die unauslöschliche Zeichen hinterlassen haben, sei es an ihren Geburtsorten oder dort, wo sie einen Teil ihres Lebens verbrachten. Botschafter, welche es der Region ermöglichen, über einzigartige und authentische Inhalte zu verfügen und die aus dem Bergell ein besonderes Tal machen. Alle diese Voraussetzungen garantieren dem Bergell eine würdevolle und wichtige Zukunft, welche den Werten der Vergangenheit Rechnung trägt, die aber auch fähig ist, der Gegenwart und der Zukunft einen Sinn zu verleihen. Abschliessend noch einige Worte von Romano Venziani, welche tiefsinnig und bedeutsam diesen Beitrag abrunden, als ob sie einen Wunsch aussprechen würden: “Das Bergell ist ein Tal, welches beinahe wie ein diffuses und bewohntes Museum anmutet, hat jemand geschrieben. Ich glaube dies nicht; wenn man unter einem Museum etwas Statisches und Unveränderliches versteht. Das Bergell bewegt sich, bekräftigt seine Identität, indem es sie verbindet mit dem Bewusstsein, dass sein Schicksal nicht vorgezeichnet ist, indem es der Initiative, den Ideen und der Schöpfung viel Freiraum lässt.” |
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